Chinesische Cyberakteure nutzen SOHO-Router und IoT-Geräte als Verschleierungsnetzwerke

Das BSI, der BND und internationale Partnerbehörden warnen in einem gemeinsamen Sicherheitshinweis vor Cyberakteuren aus dem chinesischen Umfeld, die verstärkt kompromittierte SOHO-Router und IoT-Geräte für Verschleierungsnetzwerke missbrauchen.

Das BSI, der BND und das Bundesamt für Verfassungsschutz haben gemeinsam mit internationalen Partnerbehörden – darunter das britische National Cyber Security Centre (NCSC-UK) – einen Sicherheitshinweis veröffentlicht. Darin warnen die Behörden vor Cyberakteuren aus dem chinesischen Umfeld, die kompromittierte Router und IoT-Geräte systematisch für Verschleierungsnetzwerke einsetzen.

Die wichtigsten Punkte:

  • Chinesische Akteure nutzen kompromittierte SOHO-Router
  • IoT- und Smart-Home-Geräte ebenfalls betroffen
  • Mindestens drei Knotenpunkte verschleiern Ursprung
  • Firmware-Updates und MFA als Schutzmaßnahmen

Wie die Verschleierungsnetzwerke funktionieren

Laut dem gemeinsamen Sicherheitshinweis haben die Akteure ihre Taktiken in den letzten Jahren grundlegend verändert. Statt eigene Infrastruktur anzumieten, setzen sie verstärkt auf kompromittierte „Small Office Home Office“ (SOHO)-Router – also Geräte, die typischerweise in Privathaushalten oder kleinen Unternehmen im Einsatz sind. Daneben sind auch andere IoT- und Smart-Home-Geräte wie Kameras betroffen.

Die kompromittierten Geräte fungieren als Knotenpunkte und leiten den Datenverkehr zwischen Angreifern und ihren Zielen über mehrere Stationen um. Da dabei laut Behörden typischerweise mindestens drei Knotenpunkte hintereinander geschaltet werden, lässt sich der Ursprung eines Angriffs nur sehr schwer nachverfolgen.

Schutzmaßnahmen für Privatnutzer und Unternehmen

Der Sicherheitshinweis nennt konkrete Gegenmaßnahmen. Für Privatnutzer und kleine Büros steht das regelmäßige Aktualisieren der Firmware an erster Stelle, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.

Für aus dem Internet erreichbare Dienste empfehlen die Behörden den Einsatz von Multi-Faktor-Authentisierung (MFA). Professionelle Firewalls sollten zudem mit Bedrohungs-Feeds versorgt werden, die dynamische Indikatoren solcher Verschleierungsnetzwerke liefern können.

Der vollständige Sicherheitshinweis ist auf der Website des BSI abrufbar und beschreibt weitere zielgruppenabhängige Maßnahmen für Unternehmen und Organisationen.

Geschrieben von

Tech-Enthusiast und Gründer von Technikzentrale24. Testet Smart Home, Solar-Technik und Computer-Hardware mit Leidenschaft für ehrliche, praxisnahe Bewertungen.

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