Balkonkraftwerk im Winter: Mein Anker Solix Dezember & Januar Report

Keine 50 Kilowattstunden in zwei Monaten. Das klingt erstmal ernüchternd. Mein Anker Solix Balkonkraftwerk mit Solarbank 2 E1600 Pro hat im Dezember 2025 und Januar 2026 den härtesten Praxistest hinter sich. Nebel, Frost, Schnee und teilweise minus 10 Grad. In diesem Winterbericht zeige ich dir die konkreten Produktionszahlen, was der Speicher bei Minusgraden macht und welche vier Learnings ich für den nächsten Winter mitnehme.

Die wichtigsten Punkte:

  • Dezember 27,6 kWh, Januar nur 21,1 kWh Erzeugung
  • Autarkiequote sank von 5,3 % auf 3,4 %
  • Batterietemperatur fiel auf 1 °C trotz Styropor-Isolation
  • 55-Grad-Aufständerung brachte bei Sonnenschein solide Erträge
  • Finanziell zusammen rund 12,50 Euro gespart

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Dezember 2025: Nebel, Dunkelheit und ein Lichtblick am Monatsende

Der Dezember brachte 27,6 kWh Gesamtproduktion bei einem Tagesdurchschnitt von 0,89 kWh. Der schlechteste Tag war der 8. Dezember mit exakt 0 kWh. Komplett dunkel, Nebel, Regen. Der beste Tag dagegen war der 1. Dezember mit 2,48 kWh. Auch die letzten Tage im Monat lagen über 2 kWh, sobald die Sonne mal rauskam.

Von der Erzeugung habe ich 15,57 kWh direkt genutzt. Weitere 8,14 kWh kamen aus dem Speicher. Das ergibt rund 23,7 kWh effektiven Eigenverbrauch bei einer Eigenverbrauchsquote von 86 %. Die Solarbank selbst hat sich dabei rund 3,5 kWh für Betrieb und Heizung genehmigt. Vom Netz musste ich 426,3 kWh dazukaufen, bei einem Gesamtverbrauch von 450 kWh. Der ungewöhnlich hohe Verbrauch hat einen Grund: Seit kurz vor Weihnachten läuft in meinem Keller ein Luftentfeuchter gegen die von außen eindringende Feuchtigkeit.

Die Speichereffizienz lag im Dezember bei 70 % mit 11,9 kWh Ladung und 8,3 kWh Entladung. Alle vier PV-Strings produzierten relativ gleichmäßig zwischen 6,2 und 7,9 kWh. Finanzielle Ersparnis? Bei 31 Cent pro kWh waren das rund 7,50 Euro. Nicht berauschend, aber erwartbar.

Januar 2026: Eis, Schnee und der bisher schwächste Monat

Der Januar war nochmal deutlich härter. Nur 21,1 kWh Gesamtproduktion, ein Minus von 24 % gegenüber dem Dezember. Der Hauptgrund: Die ersten zwei Wochen waren die Panels komplett vereist und verschneit. Fast null Produktion. Das geht teilweise auf meine Kappe, weil ich nicht freigeräumt habe.

Sobald die Sonne aber rauskam, lief die Anlage wieder ordentlich. Der 16. und der 25. Januar brachten jeweils rund 2,4 kWh. Interessant dabei: Die verschneite Wiese vor der Anlage sorgte durch Reflexion für einen Boost. Teilweise produzierte die halbvereiste Anlage bei Sonnenschein deutlich über 1.200 Watt.

Beim Verbrauch sah es noch magerer aus. Nur 9 kWh Direktverbrauch plus 7,6 kWh aus dem Speicher ergeben zusammen rund 16,7 kWh Eigenverbrauch. Die Autarkiequote sank auf 3,4 %, die Eigenverbrauchsquote auf 79,1 %. Der Gesamtverbrauch stieg auf 495,8 kWh bei einem Netzimport von 479,1 kWh.

Die Batterie hatte im Januar richtig zu kämpfen. Bei Temperaturen bis minus 10 Grad fiel die Akkutemperatur im tiefsten Moment auf 1 Grad Celsius. Die interne Heizung der Solarbank zog entsprechend mehr Energie, rund 4 kWh im Monat allein für die Batterieheizung. Die Styropor-Isolation hat aber ihren Job gemacht und die Batterie blieb über der Null-Grad-Marke. Trotzdem werde ich die Isolierung noch verstärken. Finanziell stehen im Januar etwa 5 Euro Ersparnis zu Buche.

Anker SOLIX Balkonkraftwerk mit Speicher, Solarbank 3 E2700 Pro (2680Wh), 4× 455W Solarpanels, 4 MPPTs (3600W), bis zu 16kWh Kapazität, 1200W bidirektionales...
Anker SOLIX Balkonkraftwerk mit Speicher, Solarbank 3 E2700 Pro (2680Wh), 4× 455W Solarpanels, 4 MPPTs (3600W), bis zu 16kWh Kapazität, 1200W bidirektionales Laden, Anker Intelligence, Plug&Play
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Meine vier Learnings für den nächsten Winter

Erstens: Der 6,4-kWh-Akku macht im Winter wenig Sinn. Die Batterie stand häufig im Standby bei 10 Prozent Ladestand. Die bessere Strategie wäre, den Akku im Oktober auf 60 Prozent zu laden und einzulagern. Nur den 1,6-kWh-Kopfspeicher installiert lassen. Allerdings fraß die Solarbank rund 4 kWh pro Monat allein für den Betrieb. Für mich lohnt der Aufwand des ständigen Ab- und Aufbauens bei diesen Mengen nicht.

Zweitens: Styropor-Isolation funktioniert. Trotz minus 10 Grad Außentemperatur blieb die Akkutemperatur immer über dem Gefrierpunkt. Die Isolation ist günstig, einfach anzubringen und unterstützt die interne Heizung spürbar. Meine 3 cm Materialstärke dürfte aber ruhig beim Doppelten liegen.

Drittens: Die 55-Grad-Aufständerung war Gold wert. Sobald die Sonne rauskam, stimmte die Produktion. Der steile Winkel fängt die tief stehende Wintersonne optimal ein. Wer seine Panels flacher montiert hat, kämpft im Winter deutlich mehr mit Schnee und schlechtem Einstrahlwinkel.

Viertens: Der benutzerdefinierte Modus der Anker App ist im Winter sinnvoll. An bestimmten Tagen habe ich die Produktion nicht direkt ins Haus geleitet, sondern gezielt in die Batterie geschickt. So hatte ich Reserven für die Batterieheizung und den Grundbedarf. Das habe ich mehrfach manuell umgestellt. Ein automatischer „Winter-Modus“ in der App wäre hier ein sinnvolles Feature.

Technische Daten im Überblick:

  • Anlage: Anker Solix Solarbank 2 E1600 Pro mit 4 Panels
  • Dezember-Erzeugung: 27,6 kWh / Januar-Erzeugung: 21,1 kWh
  • Eigenverbrauch Dez: 23,7 kWh / Jan: 16,7 kWh
  • CO₂-Ersparnis Dez: 10,0 kg / Jan: 7,7 kg
  • Gesamtersparnis Dez + Jan: ca. 12,50 € bei 0,31 €/kWh

Fazit: Balkonkraftwerk im Winter

Unter 50 kWh in zwei Monaten sind kein Grund zur Panik. Der Winter ist und bleibt die schwächste Phase für ein Balkonkraftwerk. Die wichtigste Erkenntnis: Mit der richtigen Aufständerung und etwas Isolation kommt auch im tiefsten Winter noch verwertbarer Ertrag zusammen. Die finanzielle Ersparnis von rund 12,50 Euro ist überschaubar, aber das Balkonkraftwerk arbeitet eben auch bei Minusgraden weiter. Im März folgt dann mein großes Jahresfazit mit allen Zahlen zur Amortisation. Das wird spannend.

Geschrieben von

Tech-Enthusiast und Gründer von Technikzentrale24. Testet Smart Home, Solar-Technik und Computer-Hardware mit Leidenschaft für ehrliche, praxisnahe Bewertungen.

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