Auf dem Markt gibt es viele kleine Bluetooth-Lautsprecher. JBL geht mit dem Go3 einen neuen Weg und macht ihn zum Fashion-Objekt. Wichtig ist jedoch der Klang. Lohnt ein Upgrade vom Vorgänger?

JBL Go 3 – Lieferumfang

Beginnen wir vorne. In der scharfkantigen (!) Verpackung des Go 3 befindet sich neben einem Ladekabel und dem Lautsprecher selbst nur noch ein bisschen Anleitungsmaterial. Das wars. Alles in allem sehr „Plastikhaltig“, wie wir finden.

Designunterschiede zum Go 2

War der JBL Go 2 noch vollständig aus Gummi gefertigt und verfügte er über ein Metallgitter an der Front, hat sich der JBL Go 3 deutlich verändert: Das Gummi ist bis auf die Rückseite , die Seitenteile und die Standfüße einem Mesh-Stoff gewichen. Außerdem verfügt der Go 3 nun über eine IP67 Zertifizierung, während der Go 2 über eine IPx7-Zertifizierung verfügte. In der Praxis bedeutet dies hauptsächlich, dass man IPx7-Geräte nur bis zu 30 Minuten unter Wasser tauchen kann, IP67-Geräte sind hingegen neben dem Wasserschutz auch über einen Staubschutz verfügt. 

IP67 ist „besser“, aber beide erfüllen hohe Standards.

Dafür verfügt der Go2 über eine Gummischutzlasche, hinter dem der Micro-USB-Port versteckt ist. Der Go3 legt seinen Type-C-Port dauerhaft offen.

Auch die Abmessungen haben sich leicht verändert. Während der Go2 mit den Maßen 8,6cm x 3,16cm x 7,12 cm bei 184 Gramm Gewicht auskam, liegt der Go3 nun bei 8,7 x 4,1 x 7,5 cm und einem Gewicht von 209 Gramm.

Auch der Bluetooth-Standard hat sich verändert: War im JBL Go 2 noch Bluetooth 41 installiert, verfügt der Go 3 nun über die Version 5.1, was sich durch eine höhere Datenübertragung auszeichnet. 

Eingespart hat JBL hingegen die Freisprecheinrichtung. 

Der Akku soll gleich groß sein, bei der Laufleistung konnten wir in der Praxis keinen Unterschied feststellen. Erst bei hohen Lautstärken und extrem basslastiger Musik macht sich dies bemerkbar. Bei normaler Hintergrundmusik hingegen halten die beiden Geräte deutlich über fünf Stunden.

Leistung

Der JBL Go 2 verfügt über 3 Watt-Treiber, während der Go 3 mit einem 4,2 Watt Treiber daherkommt. Dies spricht für eine gesteigerte Leistung.

Auch der Frequenzgang hat sich im Vergleich zum Vorgänger verbessert: Von 110 Hz bis 20 kHz sind nun möglich, während der Go 2 bereits bei 180 Hz die Segel streichen musste.

JBL Go 3 – Der Klang

Der Klang des JBL Go 3 hat sich gegenüber seinem Vorgänger deutlich verbessert. War der Go2 mit einem sehr flachen Soundprofil, ohne merkbaren Bass und Mitten unterwegs, differenziert der Go3 deutlich mehr und schafft es auch, Bässe besser darzustellen.

Je lauter er wird, desto undifferenzierter wird natürlich auch der Klang. Tatsächlich konnten wir den besten Klang in den unteren und mittleren Lautstärkebereichen erzielen. 

Dennoch fällt auf, dass die Stimmen deutlich besser betont und vor allem viel klarer über die meisten Frequenzbänder auflösen. 

Wer nun aber eine „Bassmaschine“ erwartet, wird enttäuscht. Der Lautsprecher ist perfekt für im Home-Office, am See, im Urlaub oder am Strand, um im Umkreis von zwei bis drei Metern einen ansprechenden Klang hervorzuzaubern. 

Das Audio-Upgrade ist JBL definitiv gelungen.

Die Designsprache hat sich durch die insgesamt acht Farbkombinationen ebenfalls deutlich frischer entwickelt. 

Und sonst? Was fällt noch auf?

Negativ zu bewerten ist, dass es keine Smartphone-App gibt, mit der man z.B. per Equalizer ein Feintuning vornehmen kann. Das würde das Ganze noch etwas aufwerten.

In unserem Test konnten wir zwischen 6 und 7 Stunden Musik in den unteren Lautstärkebereichen genießen. Je lauter man den kleinen Brüllwürfel aufdreht, desto kürzer ist auch die Laufzeit.

Die Verbindung zu allen Bluetooth-Devices (getestet an verschiedenen Smartphones und einem Apple MacBook) funktionierte super schnell und problemlos.

In dem Preissegment für unter 40 Euro erhält man mit dem Go 3 einen exzellent verarbeiteten Bluetooth-Speaker mit ordentlichem Klang in kleiner, kompakter Bauform. Mit dem Go 2 kann man immer noch den Vorgänger kaufen – mittlerweile für um die zwanzig Euro-Marke – auch dies ist ein guter Deal, aber mit Abstrichen beim Klang.

Vergleicht man ihn beispielsweise mit einem Anker Soundcore 2, kommt der Go 3 nicht wirklich schlechter weg, denn die Verarbeitungsqualität ist besser und die Auflösung teilweise ebenfalls.

JBL GO 3 Fazit: Brillanter Brüllwürfel!

Der JBL Go 3 hinterlässt bei uns einen herausragenden Eindruck. Gegenüber dem Vorgänger wurde er zwar teurer, dafür in vielen Bereichen verbessert: Klang, Haptik, Verarbeitung, Optik, Technik – alles ist besser als beim Vorgänger, den man immer noch kaufen kann – für deutlich günstigeren Preis.

Wir finden: Der Aufpreis ist gerechtfertigt, der Go 3 gehört in jede Strand- oder Badetasche. 

Brillanter Brüllwürfel!

Fazit

Der JBL Go 3 hinterlässt bei uns einen herausragenden Eindruck. Gegenüber dem Vorgänger wurde er zwar teurer, dafür in vielen Bereichen verbessert: Klang, Haptik, Verarbeitung, Optik, Technik – alles ist besser als beim Vorgänger, den man immer noch kaufen kann – für deutlich günstigeren Preis. Wir finden: Der Aufpreis ist gerechtfertigt, der Go 3 gehört in jede Strand- oder Badetasche.

Overall
84%
84%
  • Verpackung & Produktdesign - 80%
    80%
  • Verarbeitung & Qualität - 90%
    90%
  • Funktion & Technik - 88%
    88%
  • Nachhaltigkeit - 80%
    80%

Pros

  • Tolle Verarbeitung
  • Guter Klang
  • Ordentlicher Tiefgang
  • Tolle Haptik & Optik
  • bei geringer Lautstärke gute Akkulaufzeit

Cons

  • Kein Freichsprechen im Vergleich zum Vorgänger
  • Keine Abdeckkappe für den USB-Typ-C-Port
  •  

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